5 geniale Bergerlebnisse in Mayrhofen im Zillertal

Anzeige || Drei Tage in Mayrhofen liegen vor mir. Drei Tage, die mit Abwechslung punkten sollen. Denn schließlich stehen fünf verschiedene Erlebnisse an. Ich weiß gar nicht, worauf ich mich am meisten freue. Auf die Klettersteige am Penken vielleicht? Oder auf die Wanderung zur Ahornspitze? Beides hat seinen Reiz. Und dazwischen gibt es noch Grund zum Staunen während der Greifvogelvorführung.

#1 Sonnenaufgang am Ahorn

Hast du schon mal einen Sonnenaufgang am Berg erlebt? Wenn die ersten Sonnenstrahlen sich durch die umliegenden Gipfel quälen? Um das zu erleben musste ich natürlich früh aufstehen. Um 4:30 Uhr hat bereits der Wecker geklingelt.

Ganz schön früh für meine Verhältnisse. Ein Trost war nur: Ich muss nicht hochlaufen. Die Bergbahn am Ahorn bringt mich zum Sonnenaufgangsspot. Sie fährt pünktlich um 5:30 Uhr nach oben. Es dämmert bereits und die Umgebung ist in warmes Licht getaucht. Nur wenig später, Mitte Juli um kurz nach 6:00 Uhr, bahnen sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg über die Berggipfel.

Sie bringen Licht und angenehme Wärme mit. Die gegenüberliegenden Bergflanken leuchten grell orange. Ein wenig sieht es aus, als würden sie brennen. Das Naturschauspiel zieht uns alle in seinen Bann. Keiner redet ein unnötiges Wort. Und erst als die Sonne bereits höher am Himmel steht, lockt das Frühstücksbuffet im Kunstraum.

#2 Wanderung zur Ahornspitze

Die Bergbahn am Ahorn sorgt auch dafür, dass die Wanderung zur Ahornspitze (2.973 m) als entspannte Tagestour machbar ist. Von der Station zum Gipfel sind es schließlich trotzdem noch über 1.000 Höhenmeter, die ich zurücklegen muss.

Das lohnt sich aber. Es geht zuerst über Almwiesen, vorbei an der Edelhütte und schließlich immer steiler bergauf. Irgendwann gehen die Wiesenflächen in Geröll über. Im Hintergrund sind dann schon längst bekannte Bergriesen wie der Olperer und andere Gletscher zu sehen.

Noch weiter oben muss ich sogar die Hände zur Hilfe nehmen. In leichter Kraxelei geht es die letzten Meter zum Gipfel hinauf. Nie wirklich schwierig, aber dennoch abwechslungsreich. Und dann sehe ich die Aussicht erst so richtig. Mein Blick schweift über den Großvenediger, den Großen Löffler und in Richtung des Hintertuxer Gletschers bis ins Zillertal hinab. Da unten liegt Mayrhofen. Mehr als 2.000 Höhenmeter, besser gesagt Tiefenmeter, unter mir!

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#3 Greifvogelvorführung

Nachmittags, um 14:00 Uhr, findet im Sommer an der Adlerbühne am Ahorn täglich eine Greifvogelvorführung statt. Die lasse ich mir nicht entgehen. Schließlich finde ich große Vögel sehr imposant und beeindruckend.

Mit diesem Eindruck sollte ich auch wieder aus der Vorführung rausgehen. Habichte, Uhus und Falken fliegen knapp über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Teilweise fehlen nur Zentimeter. Sie nehmen zwischen den Menschen Platz, breiten dann die weiten Schwingen aus und segeln zum nächsten Spot.

Wusstet ihr eigentlich, dass Falken im Sturzflug bis zu 380 km/h erreichen können? Oder, dass Uhus nicht nur nachts jagen, sondern auch bei Tag gut sehen und auch aktiv sind?

Das eine oder andere Mal ducke ich mich, aus Angst, dass mir einer der Vögel direkt ins Gesicht fliegen könnte. Dabei sind das wahre Flugkünstler. Als sich schließlich ein Steppenadler in die Höhe schraubt, staune ich nur noch mit offenem Mund. Majestätisch thront er am Himmel mit weit ausgebreiteten Flügeln. So muss ein Adler aussehen!

#4 Knorren-Klettersteig am Penken

Im Klettersteig zum Knorren (2.081 m) am Penken habe ich selbst immer wieder Luft unter den Füßen. Der Knorren Nadel Klettersteig ist nicht sonderlich schwer, sehr gut abgesichert und auch für Anfänger geeignet. Auch die Länge ist überschaubar. In 90 Minuten ist der Klettersteig zu meistern.

Trotzdem geht es immer wieder senkrecht die Felswand nach oben. Eine Querung am Fels entlang ist sogar leicht überhängend und macht sich in der Armmuskulatur bemerkbar. Zum Glück gibt es ausreichend Metallklammern und Stifte zum Draufsteigen und Festhalten.

Highlight des Klettersteigs sind die beiden Seilbrücken, die meterhoch über dem Boden schweben. Wie ein Seiltänzer meistere ich die wackeligen Drahtseile. Naja, fast. Es sieht bei mir nicht ganz so elegant aus. Vielmehr halte ich mich verkrampft mit den Händen an den Sicherungsdrahtseilen rechts und links fest.

#5 Wasserlaufen im Funball

Noch wackeliger geht es allerdings in den Funnballz am Speicherteich zu. Dort schwimmen zwei bis drei luftgefüllte, überdimensionale Wasserbälle, in die man einsteigen kann. Die Schlange am Eingang verrät, dass die Aktivität vorwiegend für Kinder interessant ist. Ich möchte es mir aber auch nicht entgehen lassen.

Ich ziehe also den Kopf ein, mache mich klein und steige in die Plastikhülle, die zuerst aufgepumpt und schließlich wasserfest verschlossen wird. Dann rollt man mich auf die Seeoberfläche. Und …. ich falle hin. Zum ersten Mal. Aber nicht zum letzten Mal. Immer wenn ich versuche aufzustehen, zieht es mir den Boden unter den Füßen weg.

Neidisch blicke ich zum Nachbarball. Dort läuft ein Kind wie ein Hamster im Hamsterrad. Stehend. Ich probiere es nochmal. Scheitere wieder und gebe irgendwann auf. Das liegt mir wohl nicht so. Oder ich muss es noch üben.

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