Schaffe ich das? Bergtour auf den Mont Blanc

Mit offenen Augen liege ich im Lager. Von Müdigkeit ist keine Spur. Ich wälze mich unruhig hin und her. Um mich herum höre ich gleichmäßiges Atmen. Bin ich die einzige, die keinen Schlaf findet? Bin ich die einzige, die sich fragt, ob sie der bevorstehenden Herausforderung gewachsen ist? Die einzige, die unsicher ist, auf den Mont Blanc hoch und wieder runter zu kommen? Und wieder knarrt das Bett, während ich mich auf die Seite drehe, um nach dem Handy zu Greifen. Ein Blick auf die Anzeige verrät, dass es bereits 23:00 Uhr ist. Um 1:00 Uhr gibt es Frühstück. Und ich liege da. Mit aufgerissenen Augen und pochendem Herzen.
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Tourentipp: Hochtour zum Schalfkogel

Der Wecker klingelt. Schlaftrunken strecke ich Arme und Beine so weit es geht auseinander. Räkle mich, versuche den Schlaf wegzublinzeln und greife mit einer Hand in Richtung Rucksack. Die Zahnbürste ist griffbereit. Das Waschbecken wird zum morgendlichen Treffpunkt. Mit Zahnpaste im Mund murmle ich mehrmals schwer verständlich guten Morgen. Die Uhr zeigt 5:10 Uhr. Zeit für Frühstück. Der Kaffee weckt endlich die ersten Lebensgeister. Vor uns liegt der Aufstieg auf den 3.537 Meter hohen Schalfkogel.
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Mein erster 4.000er: Mont Blanc du Tacul

Angespannt sitze ich auf der Rückbank im Auto nach Chamonix. Ziel ist der Aufstieg auf den 4.810 Meter hohen Mont Blanc über die Cosmique-Route. Noch nie zuvor stand ich auf über 4.000 Meter. Grüblerisch schaue ich aus dem Fenster, zähle die vorbeifahrenden Autos. Wie wird mein Körper auf die Höhe reagieren? Schaffe ich das überhaupt? Mute ich mir da nicht vielleicht doch zu viel zu? Ich schließe die Augen, atme durch. Mir ist ein bisschen übel.
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