Winter, warum bist du nur so kalt? 3 Tipps für Frostbeulen

Ich liebe den Winter. Aber ich hasse die Kälte. Manchmal gibt es Tage an den würde ich am liebsten eingekuschelt im Bett bleiben. Ganz lange. Und ganz im Warmen. Denn Frieren ist echt ein unangenehmes Gefühl. Leider friere ich schnell. Das ist lästig und stört mich. Um die kalte Jahreszeit trotzdem zu genießen, habe ich mir ein paar persönliche Kälte-Survival-Strategien überlegt.

Statement zum Start: Ich liebe den Winter

Damit hier erst gar keine Missverständnisse aufkommen: ICH LIEBE DEN WINTER. Wirklich. Ich liebe glitzernde Schneekristalle in der Sonne und lange Eiszapfen, die vor den Fenstern uriger Berghütten wachsen. Ich stehe auf das Geräusch von knirschendem Schnee beim Durchlaufen. Und ich genieße die Weitsicht an klaren Wintertagen. Ich liebe das alles. Und kann all das zum Glück meistens auch trotz Kälte genießen.

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1. Zwiebelprinzip

Viele Fachzeitschriften schwören drauf. Auch ich schwöre drauf. Das Zwiebelprinzip ist mein Retter in der Not in der kalten Jahreszeit. Die Frostbeule in mir neigt dabei manchmal zu Übertreibungen und stockt die folgenden Schichten nochmals auf. Ja, hin und wieder laufe ich rum, wie ein Michelin-Männchen.

Als Kind für mich unvorstellbar, mittlerweile beinahe unverzichtbar: Das Unterhemd. Oder schlicht ein Top. Das hält die Nierengegend warm und verschließt sehr gut den Spalt, der manchmal zwischen Hose und T-Shirt entsteht. Mama hat’s mir ja schon immer gesagt.

Darüber trage ich verschiedene Schichten, wie es mir beliebt. Ein Langarmshirt ist Pflicht. Das gehört zur Tagesuniform im Winter. Dann folgt ein Fleece, das je nach Kälte noch um eine leichtere Daunenjacke ergänzt wird und ganz außen ist dann die Hardshelljacke zu finden.

Mein Hals wird aus Prinzip von zwei Schlauchtüchern geschützt. Ich nehm immer zwei. Eins mit Fleece, um das Eindringen von kalter Luft zu verhindern und ein dünneres, das ich mir bei Bedarf über die untere Gesichtspartie schieben kann. Den Kopf selbst schützt oft die Kombination aus Stirnband und Mütze. Ja, auch an den Ohren bin ich empfindlich.

2. Immer in Bewegung bleiben

Das klingt so easy. Ist es auch. So lange ich mich bewege, ist mir warm. Meistens jedenfalls. Die kalte Muskulatur aber erstmal zur Bewegung zu überzeugen, ist manchmal gar nicht so einfach.

Beim Skitourengehen, Langlaufen und Skifahren ist mir meist nur während der Pausen oder Liftfahrten kalt. Dafür dann aber so richtig. Besonders die Finger leiden bei mir immer als allererstes.

Ein Tipp, der mir bei kalten Händen unfassbar gut hilft, ist die Arme seitlich am Körper hängen zu lassen und die Handflächen wie ein Pinguin abzuspreizen. Dann hebe und senke ich die Schultern ganz schnell. Dadurch wird Blut in die Finger gepumpt. Probier das beim nächsten Mal gerne aus und sag mir, ob das auch bei dir hilft.

3. Technik statt Gänsehaut

Immer wieder gibt es Neuigkeiten. Zum Teil werden Material beworben. Merinowolle ist da ein gutes Beispiel. Die soll besonders klimaregulierend sein. Bei Kälte also wärmen und bei Wärme eher kühlen. Klar, Wolle muss diese Funktion ja auch bei den Schafen erfüllen.

Dann aber gibt es auch immer wieder technische Innovationen. Handschuhe mit Heizpads, beheizbare Skischuhe, Jacken und Oberteile mit Heizdrähten.

Letzteres habe ich im Winter ausprobiert. Ein Rollkragenshirt aus dicker, fest gewebter Wolle. Es liegt eng am Körper an und hatte lange Bündchen, die die Unterarme abschließen und als Pulswärmer fungieren. Darüber hinaus sind im Rücken- und Bauchbereich Heizelemente verarbeitet. Seitlich befindet sich ein kleines Akkupack. Mithilfe einer App kann die Temperatur reguliert werden.

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Erstmalig getestet habe ich es im Dezember bei einem Zoobesuch, aber auch auf der Piste hat mich das Shirt jetzt einige Male begleitet. In Obertauern, in Zell am See-Kaprun, in St. Moritz, …

Zugegeben, es ist ein bisschen aufwendig den Akku zu laden und die App zu bedienen. Aber besonders für Tage, an denen ich mich selbst nicht so aktiv bewegt habe und trotzdem lange in der Kälte ausharren musste, hat es mir bisher gute Dienste geleistet.

Und manchmal ist es auch okay, einfach zuhause zu bleiben

Ich liebe es, wenn Schneeflocken tanzend vom Himmel gleiten. Wenn sie wild aufwirbeln, sanft in Richtung Boden schweben und dabei so richtig dick und fluffig sind. Das sieht so schön aus und das ist für mich der Inbegriff von Winter.

Früher als Kind habe ich die Schneeflocken dann immer mit dem Mund gefangen. Okay, das mach ich jetzt auch noch hin und wieder. Aber meistens reicht es mir, wenn ich dem Naturschauspiel von Drinnen zuschaue. Dann setze ich mich mit Heißgetränk (Kaffee/Tee/Glühwein) ans Fenster und träume von bevorstehenden Skiabenteuern. Hach, herrlich. So liebe ich Schneetage.

Wenn es keine Schneeflocken gibt, sondern triste Novemberstimmung mit Niederschlag, Nebel und Grau-in-Grau-Färbung herrscht, habe ich auch kein Problem damit, den Tag mit meiner besseren Hälfte im Bett zu verbringen. Dann lasse ich mich von Netflix berieseln, lese ein gutes Buch oder tausche mich beim Tratschen mit meinen Freundinnen aus.

Und wisst ihr was? Das ist okay. Es ist okay, den Winter auch dafür zu nutzen, ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Dabei friert ihr dann auch garantiert nicht.

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Was sind eure Tipps für besonders kalte Tage? Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren.

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