Ellmauer Halt 1/101 beste Berge

1/101 Ellmauer Halt: Herbstwanderung statt Skitour

Die Ski stehen bereit. Ich blicke sie traurig an und schüttle mit dem Kopf. Meine Bretter müssen sich leider noch ein wenig gedulden. Genauso wie ich. Noch ist es mild draußen. Mild und warm. Ich ignoriere die Skischuhe und greife nach den Bergschuhen. Dann geht’s halt nochmal zu Fuß los. Geplant ist der Aufstieg auf die Ellmauer Halt. Das ist der höchste Punkt am Wilden Kaiser. Und weil der Wilde Kaiser nicht nur aufgrund seines Namens sondern auch wegen seiner Erscheinungsform über alle Lande bekannt ist, wage ich damit den Anfang meines neuen Projekts: Die Ellmauer Halt soll der erste Gipfel meiner 101 besten Berge werden.
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Instagram-Hotspot Olpererhütte: So ist es wirklich

Die Hängebrücke an der Olpererhütte zieht zahlreiche Fotografen und Instagrammer von nah und fern an. Kein Wunder. Schließlich lädt die Brücke, die vor der eindrucksvollen Bergwelt der Zillertaler Alpen gespannt ist, geradewegs zum Knipsen des perfekten Fotos ein. Doch hält der Foto-Hotspot auch in Wirklichkeit, was er verspricht?

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Gipfelkreuz an der Schönfeldspitze

Wie auf dem Mond: Bergtour zur Schönfeldspitze

Aussichtsreich soll die Tour zur Schönfeldspitze sein. So heißt es zumindest in der Tourenbeschreibung. Von dieser Aussicht ist am Parkplatz Riemannhaus noch nicht viel zu sehen. Wir steigen aus. Suchen im Kofferraum unsere Sachen zusammen und sehen kaum die Hand vor Augen. Na super. Halb blind stolpern wir los. Der erste Teil des Weges ist jedoch eh nicht spektakulär. Stetig steigend schlängelt sich die Forststraße nach oben. Vielleicht ist es gut, dass wir nicht sehen, wie weit wir nach oben müssen.
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Marlene auf Skirollern in Seefeld

Wie eine Giraffe auf dem Eis: Mein erstes Mal auf Skirollern

Kritisch blicke ich auf die Dinger da in meiner Hand. Zwei Kufen, die jeweils einen Meter lang sind und vorne und hinten mit einer Rolle abschließen. Eine Mischung aus Ski und Inliner eben. Und genau das sollen sie ja auch sein. Auf den sogenannten Skirollern wird in den Sommermonaten das Langlauftraining absolviert. Und zwar nicht etwa in der Skihalle, sondern dank der Rollen direkt auf dem Asphalt. Hört sich simpel an. Ist es nicht. Zumindest nicht für mich.

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Schaffe ich das? Bergtour auf den Mont Blanc

Mit offenen Augen liege ich im Lager. Von Müdigkeit ist keine Spur. Ich wälze mich unruhig hin und her. Um mich herum höre ich gleichmäßiges Atmen. Bin ich die einzige, die keinen Schlaf findet? Bin ich die einzige, die sich fragt, ob sie der bevorstehenden Herausforderung gewachsen ist? Die einzige, die unsicher ist, auf den Mont Blanc hoch und wieder runter zu kommen? Und wieder knarrt das Bett, während ich mich auf die Seite drehe, um nach dem Handy zu Greifen. Ein Blick auf die Anzeige verrät, dass es bereits 23:00 Uhr ist. Um 1:00 Uhr gibt es Frühstück. Und ich liege da. Mit aufgerissenen Augen und pochendem Herzen.
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Einmal Aussicht zum Mitnehmen, bitte: Unterwegs am Bindelweg

Ich verneige mich vor der Königin der Dolomiten. Vor mir erhebt sie sich in all ihrer Pracht. Gerade im Sommer leuchtet der Gletscher schon von weitem aus der Bergwelt heraus. Die Rede ist von der Marmolada. So nah wie auf dem Bindelweg ist man ihr selten. Zwar hatte ich im Winter bereits das Vergnügen, einen Blick auf die imposante Riesin zu werfen, aber noch nie bin ich so lange in ihrem Schatten marschiert. 

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E5 Alpenüberquerung: Packliste für eine 8-tägige Wanderung

Wenn eine 8-tägige Alpenüberquerung ansteht, wird die Packerei zur Herausforderung. Schließlich sollte auf keinen Fall zu viel in den Rucksack. Jedes ersparte Gramm macht sich beim Gehen bemerkbar. Trotzdem darf nichts Essentielles fehlen. Was also muss unbedingt mit auf eine Alpenüberquerung und auf was kann man getrost verzichten? Wie der Inhalt meines Rucksacks auf dem Weg von Oberstdorf zum Vernagter Stausee aussah und was ich das nächste Mal anders packen würde, verrate ich euch hier.
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Mountainbiken: Manchmal muss man aufstehen und weitermachen

„Wir machen einfach ganz langsam.“ Wir sitzen auf einem Mountainbike. Mal wieder. Wenn mich jemand vor dieser Saison gefragt hätte, wie ich zum Mountainbiken stehe, hätte ich lachend abgewunken. Nie hätte ich mir träumen lassen, mehr als einmal im Sattel zu sitzen. Und doch bin ich hier. In den französischen Alpen und eiere einen Trail herunter. Wie immer ist der Anfang ungewohnt. Ich habe Angst vor jedem Stein und vor jeder steileren Steigung, verkrampfe beim Bremsen und brauche ewig, um reinzukommen.
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Tourentipp: Hochtour zum Schalfkogel

Der Wecker klingelt. Schlaftrunken strecke ich Arme und Beine so weit es geht auseinander. Räkle mich, versuche den Schlaf wegzublinzeln und greife mit einer Hand in Richtung Rucksack. Die Zahnbürste ist griffbereit. Das Waschbecken wird zum morgendlichen Treffpunkt. Mit Zahnpaste im Mund murmle ich mehrmals schwer verständlich guten Morgen. Die Uhr zeigt 5:10 Uhr. Zeit für Frühstück. Der Kaffee weckt endlich die ersten Lebensgeister. Vor uns liegt der Aufstieg auf den 3.537 Meter hohen Schalfkogel.
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E5-Alpenüberquerung: In 8 Tagen von Oberstdorf nach Meran

Anspannung liegt in der Luft. Ich sitze gemeinsam mit meinen Eltern über der Tourenplanung. Insgesamt 9 Tage soll unsere Weitwanderung durch die Alpen dauern. Immer wieder huscht ein zweifelnder Blick über die Seiten des Wanderführers. Zwar orientieren wir uns an der Strecke des bekannten Fernwanderwegs E5 von Oberstdorf nach Meran, doch soll unser Weg abseits der Massen entlanggehen. Das bedeutet längere Aufstiege und ausgesetztere Passagen. Zur Anspannung gesellt sich Entschlossenheit: Gehen wir es an!

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